Der Trend geht zum Dritthandy
Indonesier sind Telefonverrückt. Jeder telefoniert dauernd überall, es klingeln ununterbrochen Handys. Am Straßenrand kann man alle paar Meter bei Verkäufern Handyguthaben erstehen, zwischen 5.000 und 100.000 Rupiah. Telefonieren ist ziemlich preiswert, SMS schicken noch preiswerter.
Da die Auswahl an Tarifen so groß ist (simpati, XL, fren, helo, matrix, flexi, three, kartu as …) haben viele Leute zwei Handys, jedes mit einer SIM-Karte von einem bestimmten Provider. Und pro Telefon sind dann auch nur die Nummern vom gleichen oder am billigsten zu erreichenden Provider gespeichert, so daß man immer schauen muß, welches Handy man jetzt braucht, um eine bestimmte Person anzurufen.
Manche haben für ihre zwei Telefone eine Gürteltasche, in die beide Telefone passen, andere tragens eins in der Hemdtasche, eins in der Hosentasche mit sich herum. Bei Frauen beliebt: Kleine Taschen mit Handgelenkschlaufe für beide Telefone. Andere wählen eher die pragmatische Lösung und kleben beide Telefone mit doppelseitigem Klebeband an den Rückseiten zusammen, so daß nur noch ein Apparat übrigbleibt.
Und der neueste Trend: das Dritthandy. Seit kurzem gibt es vom Provider “hepi” das Angebot, zum Festpreis von 10.000 Rupiah (ca. 68 Cent) pro Monat mit anderen hepi-Teilnehmer zu telefonieren. Das nutzen viele natürlich aus, und so ist die Handydichte um 50% gestiegen. Übersichtlicher macht das die Sache nicht, ich muß mit meinem einen Handy jetzt bis zu dreimal anrufen, falls die gewünschte Person auf dem Kampus nur ihr “Hepi-Handphon” dabei hat.
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