Die zehn wichtigsten indonesischen Redewendungen
Um indonesisch zu lernen braucht man nicht viel, die Sprache ist sehr einfach aufgebaut, auch die Aussprache ist recht einfach. Für Neuankömmlinge in Indonesien hier eine kleine Liste der wichtigsten Wörter und Redewendungen, um ersten Kontakt aufzubauen. Auch wenn man nicht sehr viel indonesisch kann, die Einheimischen freuen sich, wenn man ein paar Wörter ins (englische/deutsche/sonstwie) Gespräch einfließen läßt.
Die Wörter werden (fast) alle auf der letzten Silbe betont, das R wird gerrrrollt und das L wird wie im englischen ausgesprochen, bei den Vorsilben ter-, per-, ber-, ker- und ähnlichen wird das e nicht gesprochen, es wird dann zu tr-, pr-, br-, kr-. Besonders schöne Wörter zum r-rollen: Nopember, sprich: nopembrrr. V und F gibt es im Indonesischen nicht, nur bei “importierten” Wörtern, und da sind auch manche angepaßt: Potokopi für Fotokopie und ähnliches. J wird wie dsch ausgesprochen: Jerman = Dscherman, wie im Englischen. C wird wie tsch gesprochen: cicak = tschitschak (kleine Eidechsenart), Wörter aus Fremdsprachen werden entsprechend recht schmerzfrei angepaßt: komputer, sinema.
Selamat pagi -- selamat siang -- selamat sore -- selamat malam
Guten Morgen/Mittag/Nachmittag/Abend. Die Begrüßung, kann aber auch zum Abschied gesagt werden. Das Selamat kann man auch weglassen, Pagi etc. reicht auch, so wie man bei uns Morgen und nicht immer Guten Morgen sagt. Siang ist so um die Mittag(essen)szeit, wenn die Sonne hoch am Himmel steht. Eine genaue Uhrzeit gibt es nicht, wann man das anwendet, in jedem Wörterbuch/Reiseführer steht was anderes, auch die Einheimischen sind sich manchmal nicht einig. Sore gilt am Nachmittag bis Einbruch der Dunkelheit, danach ist Malam. Man kann zur Begrüßung auch einfach hallo sagen, das ist ebenfalls eine gängige Begrüßung und einfach zu merken
Apa kabar -- kabar baik
Was/wie Nachricht? -- Nachricht gut. Wie gehts? Es geht mir gut. Hier sieht man schon das einfache Konzept der Sprache, die ganzen Füllwörter, die andere Sprachen haben werden einfach weggelassen, Deklinationen und Konjugationen gibt es nicht.
Terima kasih -- sama-sama
Bekommen Liebe/Zuneigung -- gleichfalls. Danke schön -- gleichfalls. An das terima kasih können noch ein bis zwei banyak angehängt werden, je nach Dankbarkeitsstufe. Das teri- kann weggelassen werden, so daß nur ein makàsih übrigbleibt, betont auf dem a, mit langem i. Das terima wird wie trima gesprochen. Als Antwort ist auch terima kasih kembali oder nur kembali recht gut, vielen Dank zurück.
Sudah -- belum
Schon -- noch nicht. Ersetzt hier die Wörter ja und nein. Kann zur Beantwortung von Fragen angefangen bei “Hast Du schon gegessen” über “Warst Du schonmal in Indonesien?” bis hin zu “Bist Du schon verheiratet?” verwendet werden. Wieder gilt: ein Wort, ein Satz. Natürlich gibts auch ein “echtes” ja -- nein: ya und tidak.
Mau
Mag oder will. Kann bedeuten: Ich mag*!* oder auch Magst Du? Das was man mag hängt man hinten dran, Personalpronomen (ich, du) wird meist nicht verwendet, die Bedeutung ergibt sich aus dem Kontext, wie so oft. Im Zweifelsfalle ein saya für ich oder den Namen des Angesprochenen für du verwenden. Quengelkinder können noch mit dem Fuß auf den Boden aufstampfen beim mauuu rufen
Makan -- minum
Essen -- trinken (Verben). Essen ist eine wichtige Tätigkeit hier, und sehr wichtiges Gesprächsthema. Wir können nun aus den bereits gelernten Wörtern die ersten Sätze bilden: Sudah makan? -- Belum, mau makan. Schon gegessen? -- Noch nicht, ich möchte etwas essen. Betonung: makàn, minùm. Zur Begrüßung wird meistens nach dem apa kabar direkt ein sudah makan? folgen*.* Makan pagi/siang/malam: Frühstück, Mittagessen, Abendessen. Zusätzlich benötigt man noch etwa 10 bis 20 Wörter, um die gebräuchlichsten Essen aufzuzählen, hier ein paar davon: mie -- Nudeln, nasi -- Reis, bakso/baso -- Fleischbällchen, ayam -- Hühnchen. Mögliche Zubereitungsarten: goreng -- gebraten/frittiert*, bakar* -- geröstet, rebus -- gekocht. Adjektive werden immer hinter das Wort gestellt: Mau nasi goreng -- ich möchte gebratenen Reis. Mau goreng nasi -- ich möchte Reis braten
Ngantuk -- tidur
Müde/schläfrig -- schlafen. Jetlag & Co. machts möglich, man ist ziemlich müde wenn man herkommt. Sätze, die gebildet werden können: Saya ngantuk, mau tidur. Ich bin müde und möchte schlafen. Aussprache: niantùk, das u betont. Und beim tidùr schön das rrr rrrollen, nicht vergessen.
Ini -- itu
Dieses -- jenes. Artikel wie der, die, das gibt es nicht, wenn man Dinge bezeichnen möchte, benutzt man ini für Dinge, die näher dran sind und itu für Dinge, die weiter weg sind: Ini makanan saya*--* das ist mein Essen. Die Nachsilbe -an macht aus einem Verb ein Nomen.Mau ini -- ich möchte gerne das da.
Sebentar -- nanti -- tunggu
Gleich -- später -- warten. In meinem Sprachführer steht zum ersteren: 5 Minuten bis 2 Stunden, zum letzteren: 2 Stunden oder auch niemals. Da paßt tunggu ganz gut, das muß man hier öfter mal, sei es auf eine Verabredung oder das Flugzeug, das zwei Stunden Verspätung hat. Tunggu -- Ok, saya tunggu. Warten Sie bitte -- Ok, ich warte.
Nama saya Arne, saya orang Jerman
Mein Name ist Arne, ich bin Deutscher. Leicht verständlich, und hier eine weitere eine Besonderheit der indonesischen Sprache: bei vielen Dingen wird ein Zählwort vorangestellt, davon gibt es ziemlich viele und sie hängen meist von der Form des Gegenstandes ab, ob er nun groß, klein, länglich, schnell oder lebendig ist. Im Falle einer Person ist dies das indonesche Wort für Mensch: orang.
Das waren die wichtigsten Wörter mit einen paar Anwenungsbeispielen, ich hoffe, daß ich alles richtig geschrieben habe, keine Gewähr, wenn Leute komisch gucken und man was anderes zu Essen bekommt als man bestellt hat …
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