Dienstag, 31. März 2009

Was ich an Indonesien vermissen werde (und was eher nicht)

Nach sechs Monaten in diesem fremden Land, das mir innerhalb der sechs Monate vertrauter geworden ist, ist es Zeit, Bilanz zu ziehen, was mir alles gefallen hat und was eher nicht. Auf manche Dinge kann ich gerne verzichten, anderes werde ich sehr vermissen.

Was ich vermissen werde

  • Die Indonesier. Am meisten gefallen haben mir hier die Leute. Immer freundlich und lächelnd, immer offen und neugierig, immer zu einem Gespräch bereit. Das werde ich am meisten vermissen.
  • Jus. Die leckeren Fruchtsäfte, die es hier überall zu trinken gibt.
  • Essen. Besonders sate (Spieße) und ikan goreng (gebackenen Fisch) werde ich vermissen ... enak! Außerdem die Möglichkeit, jeden Tag neue Sachen zu entdecken, die noch nie zuvor ein bule (Westler) gegessen hat :-)
  • Regen. Wenn man im Trockenen stehen kann und den gewaltigen Regen vom Himmel fallen sieht, dazu noch ein schönes lautes Gewitter ... herrlich!
  • Chaos und Improvisation. Immer wieder faszinierend, daß alles funktioniert, wenn auch nicht gleich auf Anhieb, doch man kriegt immer alles geregelt und am Ende sind alle zufrieden.
  • Ojek und Angkot. Die ultimativen Nahverkehrsmittel, direkt vor der Haustür, ohne Fahrplan und dauernd fahrend. Einfach an die Straße stellen und winken, schon wird man mitgenommen für kleines Geld. Besondere Freude macht das Ojekfahren, wenn der Fahrer zwei Köpfe kleiner ist und man locker über ihn hinwegsehen kann, der Wind bläst durch die Ohren und am Straßenrand winken freundlich Leute: "Hello Mister!"

Was ich nicht vermissen werde:

  • Müll und Dreck. Überall liegen weggeworfene Plastikverpackungen herum, jeder kippt seinen Müll auf die Straße und an manchen Plätzen sammelt sich das und verrottet und stinkt erbärmlich. Igitt!
  • Stau. Stundenlanges Herumstehen in kilometerlangen Autokolonnen macht keinen Spaß. Der einzige Vorteil: man kann ruhig schlafen, da der Fahrer grade keine Möglichkeit hat, durch Schlaglöcher zu rasen.
  • Regen. Wenn man grade unterwegs ist und es zwei Stunden lang ununterbrochen regnet und man nicht weiterkommt, weil man innerhalb von zehn Sekunden total durchnäßt wäre, trotz Regenschirm.
  • Hitze. Durchgängig 30 °C und mehr sind auf Dauer doch nicht so angenehm. Mal für eine Woche im Urlaub vielleicht, aber mehrere Monate lang schwitzen ... nee. Fünf Grad weniger wären ganz gut. Und den ganzen Tag Klimaanlage in den Büros und Autos ist auch nicht so sehr angenehm.
  • Kalte Dusche am Morgen. Abends nach getanem Tagwerk, wenn man durchgeschwitzt nach Hause kommt, ist eine kalte Dusche ganz gut. Aber doch nicht morgens! Brrr! 
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Freitag, 20. März 2009

Die Kreuzung

Im Prinzip ist es total einfach, von zu Hause zur Uni zu kommen, einfach an folgendem Straßenplan, der hier in der Uni hängt, orientieren. Ich wohne rechts Richtung "Pal", mein Kampus ist "D" unten links. Und dazwischen liegt nur diese einfach zu durchschauende ... hm ... Kreuzung? Kreative Straßenansammlung zum Abbiegen? Wie nennt man sowas?

 

Die Hinfahrt ist ja recht einfach: links abbiegen, fertig. Nur der Rückweg ... naja, jeder möge sich selbst ein Bild machen. Es gibt übrigens zwei Wege, und es gilt Linksverkehr (sofern es keine Einbahnstraße ist).

 

Zum Glück fahre ich nicht selbst :-)

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Dienstag, 24. Februar 2009

Hupen

Die Hupe ist das wichtigste Zubehörteil an einem indonesischen Fahrzeug, sei es Auto, Motorrad oder Bus. Wenn man in die Nähe einer Straße kommt, hupt es in allen Tonlagen, man sollte meinen, das gehört zur Grundausbildung in der Fahrschule.

Auf den ersten Blick (oder auf den ersten Hör?) sieht das Gehupe ziemlich planlos und willkürlich aus, jeder hupt dauernd durcheinander, ohne dabei nachzudenken. Nach einigen Monaten und einiger Teilnahme am Straßenverkehr (bisher aber nur als Beifahrer) bin ich dabei, das System des Hupens zu durchschauen und werde hier mal eine kleine Zusammenfassung der Situationen zu geben, in denen gehupt wird. Oder auch nicht gehupt wird, denn es gibt durchaus Momente, in denen ich mich frage: warum hupt da jetzt keiner?

Es gibt zwei Grundregeln: "wer zuerst hupt darf fahren" und "wer am lautesten hupt darf fahren". Da aber jeder Fahrer dies so wahrnimmt, daß er zuerst und am lautesten hupt, fährt einfach jeder los und hupt noch mehr und noch lauter. Manchmal hilfts, manchmal nicht.

Des weiteren gibt es noch sowas wie "eingebaute Vorfahrt", die insbesondere bei Bussen und LKWs eingebaut ist, die auf einmal auf die eigene Spur rüberziehen. Durch beständiges Hupen kann man diese aber zurückdrängen.

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Dienstag, 28. Oktober 2008

Macet dan hujan -- Stau und Regen

Als die Vorlesungen vorbei waren sind wir dann wieder den weiten Weg durch Jakarta nach Depok zurückgefahren. Mittlerweile hat es wieder mal sehr stark geregnet, auf dem Weg zum Gunadarma-Transferbus (ca. 10 Meter) bin ich ziemlich naß geworden. Brr.

Das Wasser stand überall ziemlich hoch auf den Straßen, wohl mangels passender Abflüsse. Aber da die Motorradfahrer sowieso alle Flip-Flops anhaben, macht das auch nicht viel aus.

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Sonntag, 19. Oktober 2008

Angkot

Mit Gallerie

[Zur Angkot-Gallerie] So, da bin ich nun also zum ersten Mal alleine mit dem Angkot gefahren, und zwar rein nach Depok, um eine Arbeitskollegin, Niar, zum Essen zu treffen und ein bißchen was einzukaufen.

Angkot sind kleine blaue, grüne, rote, weiße oder sonstwiefarbenen Minibusse (je nach Stadt und Linie unterscheidlich) mit zwei Sitzbänken links und rechts an den Seiten und offener Seitentür, es passen ungefähr 10 Leute in so ein Gefährt.

 

Macet Angkot (Angkot-Stau)

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