Monday, March 30. 2009

Kofferpacken

Kofferpacken ist angesagt, in etwa 24 Stunden soll es losgehen zum Flughafen, daher wird es langsam Zeit, einzupacken. Doch auch wenn die Menge der Sachen, die ich mitnehmen werde begrenzt ist, ist es nicht so einfach wie es auf den ersten Blick aussieht. Ich fahre ja nicht nach zwei Wochen Urlaub wieder nach Hause, sondern nach einem halben Jahr Auslandsaufenthalt. Da kommt einiges zusammen, was jetzt hier rumliegt und sagt: "Nimm mich mit."


Alles kann ich leider nicht mitnehmen, da mein Gepäck begrenzt ist. Also werde ich meine Sachen in zwei verschiedene Kategorien einteilen:



  1. Sachen, die ich hierlasse

  2. Sachen, die ich mitnehme


Ja, wer hätte das gedacht :-)


Zu den Sachen, die ich hierlasse zählt sowas wie Sonnencreme, Zahnpastareste und ähnliches, das ist schwer und leicht zu ersetzen. Außerdem Kleidung, die ich nicht mehr brauche, wie meine Hemden, die ich hier gekauft habe, so sehr qualitätiv hochwertig sind die nicht. Diese Sachen verteile ich hier an die Leute (ob jemand Sonnencreme bracht? Mal schauen), wird schon weggehen.


Die Sachen, die ich mitnehme werden wiederum in drei Gruppen geteilt:



  1. Koffer (30 kg)

  2. Handgepäck (7 kg)

  3. Postpaket (Rest)


Ich versuche möglichst viel in meine beiden Koffer zu bekommen, das ist die praktischste Transportform, da habe ich nicht viel mit zu schaffen, außer sie zum Checkin zu bringen und in Frankfurt dann wieder abzuholen. Hier kommen Sachen rein, ich ich recht zeitig nach der Ankunft in Deutschland wieder brauche.


Ins Handgepäck mit der offiziellen Beschränkung von 7 kg, die aber noch nie jemand nachgeprüft hat, versuche ich möglichst viel schwere kleine Sachen reinzubekommen, mal schauen, was so alles in den Rucksack reingeht. Insbesondere kommt da auch der Laptop und Ausweispapiere rein, alles was wichtig ist und nicht verlorengehen darf.


Zusätzlich nehme ich eventuell noch eine Tasche mit (schweren) Büchern als "Bordlektüre" mit, da kommen meine Wörterbücher und Reiseführer rein, alles was man so braucht, wenn man aus Indonesien zurückkommt.


Tja, und was dann noch übrig ist, kommt ins Paket und wird per Schiff in die Heimat geschickt, in einem Monat darf ich die Sachen wieder in Empfang nehmen. Das ist noch die spannendste Sache, wie das mit dem Paket ablaufen wird.

Sunday, March 29. 2009

Polisi cepek und juru parkir

Ich habe hier schon oft über das Chaos auf Indonesiens -- und insbesondere Jakartas -- Straßen berichtet. Nun zu einem Phänomen, das sich wohl aus diesem Chaos ergeben hat, aber wohl auch aus der Tatsache des Jobmangels. Es gibt immer und überall Leute auf den Straßen, die ich "Rauswinker" nenne.


 


Offiziell heißen sie juru parkir, Einparkexperten. Sie warten vor Restaurants, Geschäften und sonstigen Orten, die über Parkplätze verfügen und warten, daß sich ein Auto nähert, das einparken möchte. Dann springen sie auf und mit Pfeife und Winkstab (bei Nacht beleuchtet) und unter rufen von kiri, kanan, lurus (links, rechts, gradeaus) winken sie den Autofahrer in die Parklücke. Das Gleiche wieder beim Ausparken: kiri, kanan, lurus. Hier nutzen sie außerdem die Macht ihrer Trillerpfeife und des Leuchtstabes, um den laufenden Verkehr aufzuhalten, so daß man es etwas mehr Chancen zum Ausparken hat. Dafür erhalten sie dann etwas Kleingeld, 1.000 Rp. ist der Normalfall. Früher, als die Rupiah noch etwas mehr wert war, gab es 100 Rp., umgangssprachlich cepek.


Daher hat auch die polisi cepek ihren Namen, auch wenn es mittlerweile (meist) etwas mehr als 100 Rp. gibt. Diese Rauswinker sind selbsternannte Ordnungshüter, sie sich überall dort verdingen, wo es keinen juru parkir und auch keine offizielle Verkehrspolizei gibt, beispielsweise bei Abzweigungen, auf großen Kreuzungen oder bei U-Turns, wo sie den Verkehr lenken und ab und zu mal jemand etwas Kleingeld aus dem Fenster wirft, das sie dann aufsammeln. Ziemlich gefährliche Angelegenheit.

Löffel und Gabel und Finger

Das Eßbesteck der Indonesier sind Löffel und Gabel. Da es hauptsächlich Reis oder Nudeln und Kleingeschnittenes dazu gibt, ist das meistens kein Problem. Und sollte es doch mal ein Problem geben (z.B. Hühnerbein, Fisch, Schalentiere), dann gibt es immer noch die traditionelle Methode: mit den Fingern. Sehr ungewohnt für Indonesier ist ein Messer, und noch ungewohnter sind Stäbchen, gleichwohl es beides hier auch gibt, je nach Essenstyp. Steak mit Löffel und Gabel zu essen ist etwas unpraktisch, und mit den Fingern? Wenn es schon mal Messer gibt, dann richtige Steakmesser, solche Brotstreichmesser wie bei uns sind eher ungewohnt, sowas gibt es in westlich orientierten Einrichtungen wie beispielsweise Hotels. Stäbchen gibt es bei chinesischem oder japanischem Essen, aber manche benutzen trotzdem Löffel und Gabel.


In den Warung (kleine Restaurants) steht auf jedem Tisch ein Korb mit Besteck und einer mit Tissue (Papierservierten). Das Löffel-Gabel-Besteck ist meist paarweise in in eine Papierservierte eingewickelt, manchmal gibt es die Besteckteile auch einzeln. Messer gibt es nie, bei Steaks werden die Messer immer extra gebracht. Ich habe beobachtet, daß fast alle Indonesier das Besteck (auch das eingepackte) mit einem Papiertuch abwischen. Scheint so eine Art Ritual zu sein, denn dreckig ist es meist nicht ... und wenn: die Teller werden mit dem gleichen Spülwasser gewaschen, vielleicht sollte man das denen mal verraten :-)


Beim Essen wird der Löffel in der rechten Hand gehalten, die Gabel in der Linken, und dann alles in sich reinschaufeln, wahlweise mit dem einen oder dem anderen. Sollten Stücke zu groß sein, werden sie auseinandergerissen, sollte das auch nicht klappen: Finger benutzern. Am Ende dann das Besteck mit dem Rücken nach oben gekreuzt auf den Teller legen.


Das Essen mit den Fingern ist nicht ganz so einfach wie man sich das vielleicht vorstellt. Pommes und ähnliches hat mit dem Essen mit der Hand nicht sehr viel zu tun, insbesondere beim Essen von Reis braucht man schon eine etwas verfeinerte Technik. Hierzu formt man mit den drei Fingern von Zeigefinger bis Ringfinger eine Art "Schaufel", mit der man das Essen zum Mund befördert, der Daumen dient zur Unterstützung beim Formen der mundgerechten Form. Am Mund angekommen dann ruhig die Finger mit in den Mund stecken, sonst fällt nämlich das meiste wieder auf den Teller zurück. Viele stopfen nur mit Mittelfinger und Ringfinger nach. Bis man das raushat und es einigermaßen elegant aussieht, benötigt man schon einige Übung. Ist wohl vergleichbar mit dem Stäbchenessen, das kann ich zwar auch, aber so flüssig wie bei Chinesen und Japanern sieht das bei mir nicht aus.


Die einschlägige Literatur sagt: ausschließlich, nach meiner Erfahrung aber eher: hauptsächlich wird mit der rechten Hand gegessen. Das hat den einfachen Grund, daß die linke Hand zum Hinternabwischen verwendet wird -- das ist aber ein anderes Thema. In allen Restaurants gibt es wastafel (Waschbecken) irgendwo im Raum, hier kann man sich mit Seife vor dem (und auch nach dem meist fettigen) Essen die Hände gründlich waschen, schon steht dem beidhändigen Essen nichts im Weg. Wie immer in fremden Kulturen gilt: schauen was die Einheimischen machen und lernen durch Nachahmen. Auch gerne mal fragen, dann kriegt man so einiges erläutert.

Saturday, March 28. 2009

Abschiedsgeschenk der Uni

Nichtsahnend saß ich eben in der Uni rum, als plötzlich Misdi und Ana kamen und ein Abschiedsgeschenk der Uni für mich präsentierten. Natürlich haben wir das alles für die Leser im Bild festgehalten:


Arne und Misdi


 


Die Geschenke: Ein Batikhemd, zwei balinesische Masken und eine Miniaturansicht von Prambanan.


 


Ana und Arne:


 

Flugrückbestätigung

Ich habe meinen Rückflug rückbestätigt. Da die einzige Unterlage zum Rückflug die E-Mail des Reisebüros ist, habe ich da angerufen und gefragt, wie ich das denn machen kann. Die haben mich an die Fluggesellschaft weiterverwiesen, ich sollte doch auf der Webseite schauen. Na gut ... kein Problem.


Auf der Webseite lange Suche, ob es irgendwo einen Menüpunkt "Flugrückbestätigung" oder sowas gibt. Gab es aber nicht. Also weitersuchen, bis ich endlich die Kontaktdaten gefunden habe, wo ich jemanden erreiche, dessen Sprache ich verstehe. Am Telefon dreisprachige Begrüßung (deutsch, englisch, arabisch), bis ich endlich darauf hingewiesen wurde, die 1 zu drücken. Schon kam eine total häßliche Wartemelodie, wobei das wohl eher daran liegt, daß die Übertragung eher für Sprache optimiert ist und nicht für Musik. Naja, hat eh nicht lange gedauert, dann hatte ich eine freundliche Dame am Apparat, die meine Buchungsnummer wissen wollte. Öhm, ja, hab ich nicht. In der E-Mail steht: bitte am Abflugschalter den Reisepaß vorlegen, dann kriegt man sein Ticket. Das wollte sie mir erst nicht glauben, aber die Rechnungsnummer vom Reisebüro hat sie auch nicht zufriedengestellt. Da sind zu wenig Buchstaben drinnen. Aha. Also habe ich meine Flugnummer und meinen Namen genannt, damit konnte sie etwas anfangen, und ich weiß jetzt sogar meine Buchungsnummer. Juhu, damit kann ich mich online 24 Stunden vor Abflug einchecken. Mal schauen, ob man sich da auch den SItzplatz aussuchen kann.


Anschließend wollte ich noch wissen, wie viel Gepäck ich mitnehmen darf, aber sie hatte schon aufgelegt. Also nochmal anrufen. Drücken Sie direkt die 1 und ziehen sie eine häßliche Wartemelodie ein. Dieses Mal hatte ich einen Herren dran, der nicht ganz so gut gelaunt schien, auf jeden Fall hat er ziemlich genuschelt. Er wollte wissen, welche Klasse ich fliege. Ja, keine Ahnung, steht in der E-Mail vom Reisebüro nicht ... dat billigste halt. Ja, 30 Kilogramm sind erlaubt. Und wie viele Gepäckstücke? *nuschelnuschel* 30 Kilogramm. Äääh, bitte, Koffer, wie viele? Einer. Ich hatte aber zwei auf dem Hinflug, muß ich dann einen hierlassen? Da muß ich erstmal Rücksprache halten nuschel naja, so ein bis zwei, da kann man schon mal ein Auge zudrücken. Na gut, danke schön, und tschüß!


Jetzt bin ich mal gespannt, ob ich den einen Koffer hierlassen muß :-)


 

Friday, March 27. 2009

Besuch bei Air Putih

Nach dem Organisationschaos von heute morgen war der Rest des Tages dann doch erstaunlich chaosfrei. Anjar hat mich in der Ambassador Mall abgeholt, wir sind dann zum Büro von Yayasan Air Putih (Stiftung Wasser Weiß, Air Putih ist "klares Wasser") gefahren. Hier haben wir erstmal gewartet, bis alle Leute da waren, die am Projekt beteiligt sind. Jam karet = Zeit Gummi, so nennen die das hier. Indonesisches Gummi ist offensichtlich ziemlich dehnbar.


Hier ein paar der Leute, in der Mitte Anjar.


 


Anscheinend habe ich auch Leser in Indonesien, auf jeden Fall haben die meinen Weblogeintrag zum Jus Alpukat gefunden, so daß ich direkt mal was zu trinken bekommen habe. Sehr gut! :-)


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Heute: Projektvorstellung bei Air Putih Foundation

Heute ist es endlich soweit: ich werde mein Projekt bei der Air Putih Foundation vorstellen, nachdem es letzten Mittwoch terminlich nicht geklappt hat.


Ich sitze jetzt gemütlich bei Donut und Cappuchino in einem Café, im Hintergrund läuft Musik von Meat Loaf und Aerosmith ... Kinheitserinnerungen.


 


Ich auf  Anjar von Air Putih, bis hierher war es aber ziemliches Chaos... wie immer :-)


Da der Termin vorgestern nicht geklappt hat, mußten wir einen neuen finden, aber das war nicht so einfach ... ich habe "indirekt" über Anthi mit Anjar kommuniziert, weil die beiden auch noch einen Termin haben, das wollten wir dann verbinden. Aber da am Mittwoch die Terminabsprache nicht geklappt hat und am Donnerstag Feiertag war, mußten wir das heute morgen spontan regeln. So haben wir also ein bißchen rumtelefoniert, Telefonnummern ausgetauscht und dann bin ich mit dem Taxi von Susis Haus aus zur Ambassador Mall gefahren, wo ich jetzt Kaffee trinke und abwarte.

Thursday, March 26. 2009

Bandung und Tangkuban Perahu

Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, nur zwei Stunden bis Bandung, etwa 160 Kilometer. Die 40 Kilometer durch den Feierabendstau gestern in Jakarta haben länger gedauert ...


Unser Ziel: Gunung Tangkuban Perahu, ein stillgelegter Vulkankrater. Eigentlich sind es mehrere Krater, die unterschiedlich groß sind, aber alle gleich riechen: faule Eier, das kommt durch die heißen Schwefeldämpfe, die aus den Kratern aufsteigen. Igitt! Wenn ich mal groß bin, erfinde ich Vulkane, die nach Rosen duften. Oder Schokolade. Muß ich mir noch überlegen.


  

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Wednesday, March 25. 2009

Vor Sonnenaufgang

Heute ist Feiertag, der hinduistische Hari Raya Nyepi, Tag der Stille. Dieser Tag wird wohl besonders in Bali gefeiert, dort lebt auch der Großteil der indonesischen Hindu. Der Tag wird zur Meditation genutzt, keine Arbeit, keine Gespräche, kein Essen, kein Feuer machen. Kein Grund aber für den Rest Indonesiens, nicht auch Feiertag zu haben.


Nur daß der Rest sicherlich nicht den ganzen Tag meditieren wird, sondern -- wie wir -- den Tag oder gar das verlängerte Wochenende (sowas gibts hier auch) nutzen, um Ausflüge zu machen und Verwandte zu besuchen. Gestern war jedenfalls doppelt so viel Stau wie sonst.


Wir werden also die Gunst des Tages nutzen und einen Ausflug zum Vulkankrater Tangkuban Perahu bei Bandung machen. Ich bin auf den Stau gespannt, um 6 Uhr fahren wir los.

Pulsa abgelaufen

Ärgerlich: jetzt ist sechs Tage vor der Heimfahrt mein Handy-Guthaben gesperrt worden, weil ich es nicht erneuert habe. Tolle Sache das. Das Guthaben gilt nämlich nur begrenzte Zeit, je nach dem, wie viel man investiert. Bei 5.000 Rp. geht es los, diese gelten dann drei Tage, bis hoch zu 100.000 Rp. für vier Monate. Dabei habe ich noch etwa 33.000 Rp. Guthaben, da ich nur einmal pro Woche eine SMS schreibe, verbrauche ich halt nicht so viel. Ablaufen tut es trotzdem. Ärgerlich, muß ich für 10.000 Rp. nochmal nachladen. Dann habe ich 2,70 Euro und kann damit 430 SMS schreiben, daß ich das wieder loswerde, oder 50 Minuten nach Deutschland telephonieren. Ganz große Sache, mal schauen, wie ich es auf den Kopf haue.

Tuesday, March 24. 2009

Türenvielfalt

In meiner Wohnung habe ich eine große Auswahl an Türen mit vielfältigen Schließmechanismen. Damit keine Langeweile aufkommt, funktioniert jede etwas anders.


Die Tür zum Badezimmer: Drehknauf. Kann man in beide Richtungen zum Öffnen drehen und theoretisch durch Drücken des Knopfes in der Mitte abschließen, wenn der Türrahmen nicht so verzogen wäre und die Tür richtig zuginge.


 


Meine Zimmertür, normale Türklinke, mit normalem Schloß, das man normal zweimal umschließen kann.


 


Das Badezimmer neben meinem Zimmer. Diese Türklinke sieht auf den ersten Blick recht harmlos aus, ist aber im Prinzip das gleiche wie der Drehknauf an meinem eigenen Badezimmer, man kann die Klinke nach oben und nach unten bewegen, um die Tür zu öffnen. Auf der anderen Seite ist auch so ein Abschließ-Druckknopf.


 


Die Haustür, hier die Innenseite. Die Haustür ist die spannendste Tür von allen, von allen Seiten sieht sie anders aus und fällt auch sonst aus dem Rahmen (hihi, Wortspiel!). Es fällt der Drehknopf auf, soweit nichts besonderes. Was weiter auffällt: das Schloß ist ein ganzes Stück tiefer angebracht.


 


Warum das so ist, sieht man, wenn man die Vorderseite betrachtet: Außen ist ein langer Griff angebracht. Darunter das Schloß, und oben auf der anderen Seite ein Hebel, den man runterdrückt, um die Tür zu öffnen. Zwischen Hebel und Drehknopf, im Inneren der Tür also, verbirgt sich eine hochkomplizierte Technik, die Hebelbewegungen in Drehbewegungen (und umgekehrt) umwandeln kann und dabei gleichzeitig noch den Türschnapper öffnet.


 


Doch das ist noch nicht alles: das Schloß hat auch so seine Eigenheiten: Zum Abschließen dreht man den Schlüssel nicht etwa einmal oder mehrmals herum. Nein, der Schlüssel wird eine halbe Umdrehung gedreht um abzuschließen, dann wieder halb zurückdrehen, damit man ihn wieder rausziehen kann. Und die Drehrichtung ist dann auch nicht so, wie es logisch anzunehmen wäre, sondern genau andersrum. Und das Allerschlimmste: ich habe mich nach sechs Monaten da immer noch nicht dran gewöhnt.

Monday, March 23. 2009

Oracle-Prüfung -- Liveticker

Naja, nicht ganz live veröffentlicht, aber live mitgeschrieben. Hier meine Erlebnisse während meiner Zertifikatsprüfung:


Protokoll des Tests 



  • 10:43 Einloggen in das Testsystem. Nebenan ist grade eine Besprechung ... die Leute sind etwas laut. Na mal schauen, wie sehr das stört.

  • 10:44 Mein Kurs: 1Z0-007 Fundamental 1 : Intro SQ

    Local Exam For modul : SQL Fundamental 10g

    Time limit: 2 hours Open the quiz: Monday, 23 March 2009, 08:00 A

    Close the quiz: Thursday, 23 April 2009, 04:00 PM

    [Attempt quiz now]

  • 10:45 Öffnen der Flasche Pocari Sweat. Viele Elektrolyte und so.

  • 10:47 Bereitlegen der drei Oracle-Bücher. Herstellen der Prüfungssituation. Spannend, gleich klicke ich auf den Knopf :-)

  • 10:48 Ich traue mich nicht auf den Knopf zu drücken. Aufschlagen der Inhaltsverzeichnisse der Oracle-Bücher.

  • 10:48 Mehr Platz schaffen für die Bücher: Krams wegräumen.

  • 10:50 Ich drücke jetzt den Knopf. Keine Ausflüchte mehr!

  • 11:10 Frage 14: "Which three statements concerning explicit data type conversions are true ? (choose two) Choose at least one answer." Na, dann mal fleißig anklicken.

  • 11:22 Aah, wer soll da durchblicken? "Click the Exhibit(s) button to examine the data in the LINE_ITEM table. LINE_ITEM ORDER_ID PRODUCT_ID QUANTITY ---------------- --------------- --------------------- ---------------- 2 1494 A-2356 7 3 1533 A-7849 18 6 1599 C-599 33 1 1533 A-3209 100 2 1533 A-3210 1 4 1494 Z-78 1 10 1588 C-555 250 3 1494 Z-9 5 You query the databse and return the values 23. Which script did you use ?" Ohne Punkt und Komma (naja ein Punkt). Und so ist die Hälfte der Fragen aufgebaut!

  • 11:28 Welche Zeile macht einen Fehler: "3.supplier_naem VARCHAR@(25) [...] 10.CONSTRAINT postal_code_fk FOREIGN LEY(postal_code) REFERENCES postal_code(code))" Ist der Tippfehler VARCHAR@ satt VARCHAR2 oder LEY statt KEY? Falsch: der Fehler ist: "postal_code(code)" müßte "code(postal_code)" heißen. Die Tippfehler sind aber sehr verwirrend und nervig!

  • 11:29 Schon wieder: "Which three function descriptions are true ? (Choose two.)"

  • 11:50 Eine Stunde ist jetzt um, Frage 48. Ganz gut in der Zeit, muß noch etwas schneller werden. Erstmal Pinkelpause (Zeit läuft leider weiter).

  • 11:52 Lustiges Buchstabenraten: "SELECT item_id, retail  1.25 + 5.00 ? cost  1.10 ? cost  .10 ?Calculated Profit? FROM item;" Für was steht "?" Vielleicht gilt ja: wenn die Antwort so viele Fehler enthält wie die Fragestellung ist sie richtig: "b. Statemen 1 will return a higer value than statement 2."

  • 12:04 55% beantwortet. Ob auch 55% richtig ist?

  • 12:08 Dieser Satz ohne Sinn, dafür mit Plenk: "Which statement type would be used to removed transactions more than one year from the TRX table ?"

  • 12:20 noch 30 Fragen, noch 30 Minuten ... ohoh

  • 12:30 20 zu 20

  • 12:40 10:11 -- ha, aufgeholt!

  • 12:46 Antwort d. "SELECT cost, retail, (retail ? cost) ? retail ? (cost .25) * ?Profit? FROM item WHERE item_id = 783920;" Ich mag diese Fragezeichen nicht. Laut Fragestellung sind sie dieses mal "-". Wenn ich die Frage richtig interpretiert habe ... kostet alles wieder Zeit, da dreimal drüber nachzudenken.

  • 12:48 Die letzte Frage beantwortet, nochmal zurück zur 13. Frage, die habe ich noch nicht beantwortet, habe ich mir notiert.

  • 12:49 Ich weiß auch warum ... total unformatierter SQL-Code auf 10 Zeilen ... aaah!

  • 12:49 Noch 15 Sekunden, die Zeitanzeige wird rot. Irgendwas anklicken.

  • 12:49 Ich klicke "Zwischenspeichern"

  • 12:49 Noch 3 Sekunden, die Zeitanzeige wird dunkelrot.

  • 12:50 Speichern, fertig. Puh, in letzter Sekunde!

  • 12:51 Automatische Auswertung: "Your final grade for this quiz is 73 / 100"

  • 12:51 Juhu, ich bin jetzt Inhaber eines schicken Oracle-Zertifikates! Juhu! Feiern!


Fazit



  • Bessere Formatierung der Quelltexte wäre seehr hilfreich.

  • Weniger Rechtschreibfehler wären noch hilfreicher. Die ca. 1,4 Rechtschreibfehler pro Frage sind ja nicht ganz so schlimm, solange sie den Sinn nicht verfälschen. Aber: ist bei SELECT FORM das FORM der Fehler und soll FROM heißen oder ist das einfach nur ein Tippfehler und der eigentliche Fehler, den man finden soll, ist woanders?

  • Die ganzen ? sind auch sehr störend ... irgendwer kann da nicht richtig mit seinem Computer umgehen und hat den falschen Zeichensatz eingestellt, sowas sollte nicht sein.

  • Weniger Kaffeetrinken -> weniger Pinkelpause -> zwei Minuten mehr Zeit für die Entwirrung verworrener Quelltexte. 

Die letzte Woche bricht an

Die letzte Woche in Indonesien bricht an. Wenn man im Urlaub ist, ist man den letzten Tag in Traurig-bald-nach-Hause-Stimmung. Da ich hier etwas länger bin als ein durchschnittlicher Urlaub dauert, hat das mit der Traurig-bald-nach-Hause-Stimmung schon etwas früher angefangen. Doch für Traurigkeit ist eigentlich gar keine Zeit, es gibt noch viel zu tun und zu erleben:



  • Heute: Oracle-Zerifikats-Test

  • Mittwoch: Präsentation meines Praktikums

  • Donnerstag: Feiertag -> Ausflug zum Vulkankrater Tangkuban Perahu bei Bandung

  • Wochenende: evtl. Tagesausflug nach Bogor 


Am Dienstag nächster Woche werde ich dann die Heimreise antreten. *buuuh*

Sunday, March 22. 2009

Wochenende bei Susys Familie

Für das Wochenende haben mich Susy, eine Arbeitskollegin aus der Uni, und ihr Mann mich eingeladen, das Wochenende bei ihnen und ihren Kindern zu verbringen. Am Samstag nach der Uni sind wir gemeinsam losgefahren, 40 Kilometer durch Jakarta, 40 Kilometer Stau.


Um was gegen den Stau zu tun gibt es in Teilen von Jakarta Zonen, in denen nur Autos mit 3 oder mehr Mitfahrern zu bestimmten Zeiten passieren dürfen.



Stau auf der Schnellstraße:



Wir sind auch an der deutschen Botschaft vorbeigekommen:


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Saturday, March 21. 2009

Jus Alpukat

Mein Liebslingsgetränk: jus alpukat, Acokadosaft. Frisch gepreßt und mit Schokosoße verziert.


Hier mein erster, zwei Tage nach meiner Ankunft, damit fing alles an ...


 

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