Tuesday, October 28. 2008

Macet dan hujan -- Stau und Regen

Als die Vorlesungen vorbei waren sind wir dann wieder den weiten Weg durch Jakarta nach Depok zurückgefahren. Mittlerweile hat es wieder mal sehr stark geregnet, auf dem Weg zum Gunadarma-Transferbus (ca. 10 Meter) bin ich ziemlich naß geworden. Brr.


Das Wasser stand überall ziemlich hoch auf den Straßen, wohl mangels passender Abflüsse. Aber da die Motorradfahrer sowieso alle Flip-Flops anhaben, macht das auch nicht viel aus.


Wir standen dann also, kaum das wir das Unigelände verlassen hatten, direkt auf der Hauptstraße im Stau. Das einzige was noch fuhr, waren motor, aber das macht bei dem Wetter sicherlich keinen Spaß.


 


 


Nach und nach kämpften wir uns dann weiter vor bis zur nächsten Kreuzung, etwa 500 Meter in 10 Minuten. Hier war wohl die Ampel kaputt oder überhaupt nicht in Betrieb, so daß von allen Seiten Verkehrsmittel jeglicher Art (Autors, Motorräder, Rikschas, Lastwagen, Busse, Fahrräder ...) auf die Kreuzung strömten, in der Hoffnung, sie zu queren oder gar rechts abbiegen zu können (für Festlandeuropäer: links abbiegen). Hoffen kann man ja viel, aber nicht bei diesem Verkehr, wie ein Blick aus dem Beifahrerfenster zeigt.


 


Sobald es die Möglichkeit gibt, einen Zentimeter zu fahren, fährt man einen Zentimeter. Wer ausweicht, verliert. Wer hupt, trägt zwar nicht direkt was bei, hat aber mal seine Meinung kundgetan.


Der Blick vorne aus dem Fenster: das Auto vor uns kommt von vorne rechts und möchte (von uns aus gesehen) nach links abbiegen. Wir möchten gerne gradeaus weiterfahren, also nach links an dem ganzen Autos, die direkt vor uns stehen, vorbei. Die Rischkas möchten auch nach links. Und es regnet unaufhörlich ...


 


Wie man auf diesem Bild gut erkennen kann, geht da gar nix mehr ... Kleinlastwagen und Angkot und Auto und Motorrad wollen alle einen Punkt in der Mitte kreuzen, aber keiner gibt nach, alle hupen. Informatiker würden sagen: Deadlock. Viel passiert ist nicht, ab und zu bewegt sich mal einer um ein paar Zentimeter nach vorne, dann wirds noch etwas enger und es passen nicht mal mehr motor zwischen den Autos durch, das geht sonst immer noch. Also wirklich wahrer Stau.


 


Nach fünfzehn Minuten sind dann ein paar polisi aufgekreuzt und haben durch lautes Trillergepfeife dem Chaos Ordnung verliehen und nach zwei Minuten gings auch schon wieder weiter.


 


So frei war die Straße schon lange nicht mehr ... hehe, der Rest steht noch auf der Kreuzung.


 


Wie man auf diesem Bild sieht, gibt es in der Mitte eine bauliche Trennung der Fahrstreifen. Die gibt es aber nicht immer, so daß von einer vierspurigen Fahrbahn mit durchgezogenem Mitteltrennstreifen ruhig mal -- je nach Verkehrsaufkommen -- drei Spuren in die eine Richtung genutzt werden. Da kann es dann vorkommen, daß auf einmal Verkehr auf der eigenen Fahrspur entgegenkomt. Wobei das Konzept "Fahrspur" auch nicht immer so ganz befolgt wird, es können durchaus drei Autos auf einer zweispurigen Straße nebeneinander fahren, und dazwischen dann jeweils noch ein paar Motorräder an allen Seiten durchflitzen.


Immerhin fahren die Autos hier im Schnitt um die 30km/h durch die Stadt und 70km/h auf Überlandstraßen, so daß genug Zeit zum Reagieren bleibt. Einen Unfall habe ich zumindest bisher noch nicht gesehen.

Trackbacks

  1. Hupen

    Die Hupe ist das wichtigste Zubehörteil an einem indonesischen Fahrzeug, sei es Auto, Motorrad oder Bus. Wenn man in die Nähe einer Straße kommt, hupt es in allen Tonlagen, man sollte meinen, das gehört zur Grundausbildung in der Fahr

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