Thursday, October 2. 2008

Klimaanlagen

Das ist eine der ersten Sachen, die man hier in Abu Dhabi sieht und spürt. Die Hälfte der Gebäude hier besteht offensichtlich aus Klimaanlagen, überall riesige Lüfter in den Wänden, an den Decken und natürlich über jeder Tür -- die permanent offensteht. Das komplette Dach des Flughafentransferbuses besteht aus einer einzigen großen Klimaanlage, der Bus ist übrigens von einer deutschen Firma, genauso wie die Wasserhähne hier im Haus. Sehr interessant :-)

 

Sobald man das Gebäude verläßt und zum Bus geht (maximal 10 Meter) ist man fast schon durchgeschwitzt von der schwülen, heißen Luft. Und das, obwohl es hier 1 Uhr ist (so ungefähr, etwas verwirrend, gegen die Zeit durch die Zeitzonen zu reisen und bei einer 17 Stunden dauernden Reise 22 Stunden später anzukommen, als man losgeflogen ist).

Der Fluglinie, mit der ich reise -- Etihad Airways -- gehört hier so ungefähr der ganze Flughaben, so wie Lufthansa in Frankfurt.

Ich sitze jetzt an Gate 31 nach Jakarta, Abflug ist in etwa einer Stunde (jaja, die Zeitzone). Von der Klimaanlage, die über mir und hinter mir bläst, kriege ich morgen entweder einen steifen Nacken oder Erkältung oder beides oder noch viel schlimmere Sachen. Mal schauen, welches meiner 20 Medikamente mir dann hilft.

Neben mir sitzen jede Menge Leute mit Kopftuch (Frauen) und solche mit weißen Häkelmützen (die Männer). Und eine Menge "Scheichs" mit weißen und rotweißkarierten Kopftüchern laufen auch rum, aber von denen fliegt keiner nach Jakarta, die bleiben wohl hier.

Die Sache mit dem Reisegepäck ist auch so was. Meine beiden Koffer wogen 32,x kg, hat unsere Personenwaage doch keine zu großen Abweichungen (und mein eigenes Gewicht stimmt dann wohl auch ... aaah!). Durch liebes Anschauen und dem Hinweis, daß das für ein ganzes halbes Jahr lang reichen muß, hat die Eincheckfrau gesagt, das wäre so in Ordnung. Puh, 100 EUR Übergepäckgebührt gespart. Und beim Handgepäck hat auch niemand so genau kontrolliert. Es gab zwar so Gestelle, so man sein Handgepäck reinquetschen kann, um zu sehen, ob es die genormten Abmessungen hat, aber hat keiner verlangt. Auch Gewichtskontrolle gab es nicht, ich hatte sicherlich mehr als die erlaubten 7 kg. Und diese komische Flüssigkeitsbeschränkungsregel mit Plastikbeutel hat mir auch keiner auferlegt. In Frankfurt mußte ich meinen Laptop einzeln durchleuten lassen, und mein Hosenknopf und die Druckknöpfe vom Polohemd haben die Metallschleuse anschlagen lassen, so daß ich mich hübsch habe abtasten lassen (*rrr*). In Abu Dhabi war die Metallschleuse wohl etwas gröber eingestellt, dort kam ich direkt durch, die Herren sahen auch nicht sehr motiviert aus, sogar die Kisten zum Kleinkram reintun mußte man sich selber nehmen, Laptop auspacken gabs schon mal gar nicht. Naja, mir solls recht sein. Beim Reisenden vor mir hat es jedes Mal gepiept, und ihm ist jedes Mal noch was eingefallen: ach ja, Handy hat er auch; ach ja, die Armbanduhr; oh, Gürtelschnalle ... ich bin dann mal zwischendurch durchgehüpft und habe mir beim Einpacken meiner Sachen angesehen, wie er grade beim Schuheausziehen war :-)

Ich weiß jetzt auch, an was mich das Gequäke der Funkgerätdurchsagen der arabischen Aufpasser hier erinnern: die Durchsagen an unserem Hauptbahnhof! 

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