Mittwoch, 31. Dezember 2008

3 Monate Kaffeetrinken in Indonesien

Fast drei Monate bin ich jetzt hier, laut Visum zumindest schon genau drei. Zeit genug, jede Menge indonesischen Kaffee zu trinken, hier habe ich mal eine Auswahl zusammengestellt.

Indonesischer Kaffee wird meist zubereitet, indem ein bis zwei Löffel Kaffeepulver in die Tasse kommen, dann mit heißem Wasser übergießen und umrühren, warten bis sich der Kaffeesatz abgesetzt hat und dann: genießen. Natürlich kann man den Kaffee auch in Maschinen füllen und allerlei andere Sachen damit machen, das ist dann aber nicht die originale Zubereitungsart.

 

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Dienstag, 30. Dezember 2008

Ubud

Das erste in einer neuen Stadt: die Stadt erkunden. Ein Rundgang durch Ubud. Morgens vom "Complimentary Shuttle Service" in die Innenstadt fahren lassen, rumbummeln und dann abend gemütlich nach Hause laufen, das ist der Plan. Doch wie so oft tritt nicht Plan A in Kraft, so daß wir spontan einen Plan B fassen mußten ...

 

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Montag, 29. Dezember 2008

Angekommen in Bali

In Bali sind wir gut angekommen, keine Verspätungen, einigermaßen streßfreies Finden eines Taxi, Fahrt zum Hotel, kleiner Spaziergang, Abendessen, Schlafengehen.

Unser Flugzeug, die vierte und letzte Airline Merapi, die wir auf unserer Rundreise kennenlernen.

 

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Indonesisches Radio

Während ich am Flughafen rumsitze und auf die verspäteten Flugzeuge warte, habe ich mit meinem MP3-Player, der auch einen eingebauten Radioempfänger hat, das indonesische Angebot an Radiosendern ausprobiert.

Das Programm ist auf jeden Fall abwechselungsreicher als in Deutschland. Es gibt hier indonesischen Jazz, harten indonesischen Rock, aber auch englisch-sprachige Pop-Songs. Nicht zu vergessen sind die indonesischen Schnulzen, die man auch ohne jegliche Textkenntnis sofort erkennt ;-)

Ganz entspannt findet hier jeder was für den persönlichen Geschmack ohne lange Suchen zu müssen, die Auswahl an Radiosendern ist recht groß. In Jakarta gab es auch YOU-FM, was es in Deutschland glaube ich auch gibt. Im Moment schaue ich aus dem Flughafengebäude übers Rollfeld auf die grünen Berge von Lombok und höre ganz enspannenden Jazz, für den ich mich ja sonst nur in Grenzen begeistern kann. Aber es trägt sehr zur Entspannung bei während man auf in der vollen Wartehalle sitzt. Bei Gewitter auf dem Flughafen in Jakarta konnte ich ein Rock-Konzert mit fiesem Gitatren-Geschrammel hören, was auch sehr gut gepasst hat und richtig gut war (auch wenn ich die indonesischen Texte nicht verstanden habe). 

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Warten am Flughafen in Mataram/Lombok

Ich sollte langsam mal eine Kategorie "warten am Flughafen" einführen ... würde sich lohnen. Der Flughafen hier ist winzig klein, nur zwei Gates, am einen stehen zwei Flüge angeschlagen, am anderen nur ein Flug. Unser Flug hat bisher noch keine Verspätung, aber in den nächsten 55 Minuten kann das ja noch werden.

Links Gate 1, in der Bildmitte Gate 2

These: je kleiner der Flughafen, desto weniger die Kontrollen. Dieses Mal wollten sie beim Einchecken nicht mal den Ausweis sehen. Immerhin gab es wieder eine Scheren- und Messerkiste:

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Sonntag, 28. Dezember 2008

Lombok Landcruise

Gitte liegt mit Sonnenbrand danieder, zumindes Autofahren für einen ganzen Tag ist nicht drin, so habe ich mich entschlossen, wenigstens alleine die Insel Lombok zu besichtigen. Hierfür habe ich beim gleichen Menschen gebucht wie auch die Schnorcheltour, Kosten: 105US$, zum Glück steht der Dollarkurs grade nicht so zum besten, so daß es in Euro etwas verschmerzbarer ausfällt. Und für den Preis kriegt man immerhin einiges geboten: ein Auto nebst Fahrer sowie einen Guide, der einem alles erläutert, wo man so hinfährt und wo man so vorbeikommt. Außerdem sind noch Getränke, Eintrittsgelder, Affenfutter und Mittagessen im Preis enthalten. Das macht zwar nicht viel aus vom Gestamtpreis, aber immerhin ...

An der höchsten Stelle, wo man mit dem Auto auf Lombok hinkommt

  

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Samstag, 27. Dezember 2008

Ein Tag am Meer

Dank Schnorcheln haben wir uns etwas sonnenverbrannt, so daß wir den heutigen Tag faul im Hotel verbracht haben, mit rumliegen am Pool, spazierengehen am Meer und ansonsten: nicht viel. Das Wetter war auch nicht so sehr gut, bewölkt und etwas Regen, dafür gabe es hohe Wellen, was ein paar Jugendliche zum Wellenreisen ausgenutzt haben.

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Freitag, 26. Dezember 2008

Schnorcheln bei den Gilis

Nord-westlich von Lombok gibt es drei Gili, das ist indonesisch und bedeutet "kleine Insel". Im Gegensatz zu "Pulau", was "Insel" bedeutet sind die Gili nur mehrere hundert Meter groß, Pulau sind die "Hauptinseln", die von mehreren Gili umgeben sein können. Insbesondere Lombok hat eine ganze Menge dieser kleinen Inseln, die berühmtesten davon sind die drei Gili Air, Gili Meno und Gili Trawangan.

Gili Air: türkisblaues Wasser, weißer Sandstrand. Irgendjemand urlaubsreif?

 

Touristenverträglich wird das ganze "Gili Islands" genannt und ist wegen der schönen Unterwasserwelt ein beliebtes Ausflugsziel für Taucher. Wir haben uns dem Touristentum angeschlossen und gestern eine Mitfahrgelegenheit inklusive Schnorchelerlebnis bei einem hier im Hotel herumsitzenden Reisevermittler gebucht. Für nur 25US$ oder das passende Rupiah-Äquivalent wird man dann in einem kleinen Bus direkt am Hotel abgeholt, außer uns waren noch drei andere dabei, zu einer der drei Gili gebracht und dort von einem Tauchlehrer begleitet.

Die Unterwasserwelt vor Gili Air:

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Donnerstag, 25. Dezember 2008

Straßenhändler, und wie man sie loswird

Urlaubsreisende in aller Welt kennen sie: die Händler an der Straße, am Strand und auch sonst überall, die ihre Waren loswerden wollen. Natürlich alles "cheap price, good quality". Naja, alles relativ ... relativ teuer und relativ schlechte Qualität.

Ein Strandspaziergang oder ein Stadtbummel kann schnell zu einer nervigen Angelegenheit werden, daher hier ein paar Tips, wie man die indonesischen Händler, Taxifahrer und sonstiges schnell wieder loswird, alles praxiserprobt.

Tip #1: Ignorieren

Ignorieren hilft manchmal, nicht immer. Manche Händler fangen erst mit Anbieten an, sobald sie Blickkontakt aufgenommen haben, deswegen am besten erst gar nicht anschauen. Viele kommen aber auf einen mit "Hello Mister", "You are my priend" (f gibts im Indonesischen nicht, p wird meist als Ersatz genommen). Hier hilft Ignorieren nur bedingt, effektivere Methoden müssen her.

Tip #2: Handzeichen geben

Die Hand heben, mit der Handfläche zum Verkäufer hin zeigen und etwas hin- und herwinken, Augenkontakt vermeiden. Hilf gegen mittelhartnäckige Fälle.

Tip #3: "Ich möchte nicht"

Wenn die Händler in unmittelbarer Nähe sind, kann man sie auch mit einem "Saya sudah ini" (ich schon dieses = habe ich schon) oder "Saya tidak mau" (ich nicht wollen) bedenken. Auch ein "mau lihat dulu dan beli nanti" (möchte anschauen früher und kaufen später) hilft, insbesondere am Eingang von Touristenattraktionen. Am Ausgang kann man dann die "sudah"-Variante wählen. Für Transportanbieter hilft ein "mau jalan-jalan" (wollen spazierengehen, herumlaufen) oder "mau jalan kaki" (wollen laufen Fuß = zu Fuß gehen) als Grund, nicht einsteigen zu wollen.

Spezialtip: Verstecken hinter anderen Touristen

Für Fahrradfahrer gibt es ja den Tip: schließe Dein gut gesichertes Fahrrad neben einem weniger gut gesicherten, wertvolleren Fahrrad an. Analog dazu: suche Dir jemanden, der mehr nach Tourist aussieht als Du (Sonnenbrille, Travellerhut, kurze Khakihose, Flipflops, Australier oder Amerikaner ... je mehr Klischees erfüllt sind desto besser). Auf diesen werden sich die Händler wie die Geier stürzen, insbesondere wenn Du ihnen schon auf indonesisch klargemacht hast, daß Du nichts kaufen möchtest.

Tip #4: Wenn alles nichts hilft

Bei manchen Händlern hilft das alles nichts, hier gilt dann wieder Tip #1: Ignorieren, einfach weitergehen, nicht auf die immer kleiner werdenden Preise eingehen, nicht umdrehen und nicht anschauen. Nach fünf bis zehn Metern merkt selbst der hartnäckigste Händler, daß es nichts zu holen gibt und wendet sich dem nächsten Touristen zu.

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Pura Meru in 3D

Zufällig habe ich heute mittag zwei Photos vom Pura Meru gemacht, beide aus der gleichen Perspektive, nur mit etwas Unterschied. Wenn man diese beiden Bilder nun nebeneinanderlegt und so mit den Augen schielt, daß sie übereinanderliegen, entsteht in der Mitte ein neues Bild, bei dem die drei Gebäude dreidimensional erscheinen. Das gefällt mir, ich werde in Zukunft öfter probieren, solche Effekte zu erzeugen :-)

 

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